12 Klassiker für den Herrn

1. Der blaue Anzug

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Der dunkelblaue Anzug ist der „dunkle Anzug“ schlechthin für Business und feierliche Anlässe jeglicher Art. Ob einreihig, zweireihig oder mit Weste. Wobei der Einreiher am vielseitigsten ist, da er im Stehen offen getragen werden kann und bei Wärme etwas mehr Luft an den Oberkörper lässt. Hier ein Modell aus Fresko-Stoff von Orazio Luciano.

2. Das Sportsakko

AW17 Product-245Wenn andere Kapuzenshirt oder Daunenweste tragen tritt der Gentleman im Sportsakko auf. Ideal für alle Anlässe, die ein wenig Form verlangen. Das Sportsakko schlechthin ist die Tweedjacke, sie kann traditionell englisch geschnitten und verarbeitet sein oder italienisch ungefüttert daherkommen wie diese Jacke von Drake’s. 

3. Der Regenmantel

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Ob Trench oder Slipon ist egal, Hauptsache der Regenmantel wurde in England aus durablem Baumwollgabardine geschneidert. Eine generös bemessene Länge sorgt dafür, dass der Mantel bei Regen wirklich schützt. Wie dieser absolut zeitlose Regenmantel von Grenfell.

4. Der Blazer

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Mit dunkelgrauer Tuchhose ist der zweireihige Blazer ideal für Geschäftsreisen und in vielen Berufen auch für den Büroalltag, mit hellen Chinos oder Kordhosen ist er perfekt für smarte Freizeitanlässe. Hier ein maßgeschneiderter Blazer von Michael Possanner mit Metallknöpfen. Wer sie nicht mag, sollte bedenken, dass ein Blazer mit Hornknöpfen wie eine Anzugjacke aussieht.

5. Der Smoking

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Einen Herrn erkennt man daran, dass er einen Smoking besitzt und ihn zu tragen weiß. Natürlich immer in Schwarz oder Mitternachtsblau und ausschließlich mit schwarzer, selbst gebundener Schleife. Im Bild ein nach Maß gefertigter Smoking von Regent in Weißenburg. Traditionell hat die Jacke des Smokings übrigens keine Schlitze, sie hat keine Patten an den Taschen und seine Hosen haben keine Aufschläge.

6. Das blaue Hemd

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Weiße Hemden sind abends angebrachter, ansonsten ist das hellblaue Hemd perfekt für alle anderen Gelegenheiten. Natürlich zählen auch Hemden mit blauen Streifen oder blauen Karos auf weißem Fond dazu, wie dieses Hemd mit Haifischkragen von Eton.

7. Der Pullover

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Der Pullover ist die Freizeituniform des Gentleman. Lambswool, Shetland und Kaschmir sind die drei klassischen Faserarten, leichter sind Merino oder Baumwolle. V- oder Rundausschnitt, das ist gleich, er trägt in jedem Fall ein Oberhemd darunter und gern auch Krawatte. Auf dem Foto ein Modell aus Lambswool von Cordings of Piccadilly.

8. Die Chino

 

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Die Amerikaner haben der Herrenmode mit der Chino ein großartiges Kleidungsstück geschenkt. Sie verkörpert den smarten Casuallook. Im britischen Stil sind sie seit dem zweiten Weltkrieg zu Hause, hier eine Hose aus kräftigem Baumwollstoff in der Farbe Kitt von Cordings.

9. Der Oxford

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Der Oxford ist der Schuh aller Schuhe. Natürlich rahmengenäht und immer gut geputzt, hier ein Model auf Peduformleisten von Ed. Meier München. Traditionalisten tragen ihn nicht nur zum Anzug, sondern auch zum Freizeitoutfit in der Stadt. Auf Hochglanz poliert passt er sogar zum Smoking.

10. Der Filzhut

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Auf dem Land, am Wochenende oder auf Reisen sind Tweedmützen, Tweedhüte oder eine Baskenmütze praktisch, zum Anzug ist ein Filzhut die einzig korrekte Wahl. Am besten aus Hasenhaar, wie dieser Trilby von Hornskov in Kopenhagen. Die Farbe des Huts richtet sich generell nach den Schuhen, zu schwarzem Leder passt ein Hut in Grau, Schwarz oder Marine, zu braunen Schuhen trägt man braune oder grüne Hüte.

11. Der Schlafanzug

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Manch einer trägt im Bett Boxershorts und T-Shirt, ein anderer nichts. Die klassische Wahl als Gewand der Nacht ist der geräumig geschnittene Pyjama aus Baumwollstoff, z. B. mit Regimentsstreifen von Derek Rose. Im Winter darf der Schlafanzug auch aus Baumwollflanell gearbeitet sein. Und wenn es die Zeit zulässt, wird er vor dem Tragen ordentlich gebügelt.

12. Die Aktentasche

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Die Aktentasche ist für einige Herren genauso überholt wie Telefonapparate mit Wählscheibe. Wobei das Wort Apparat an sich schon veraltet anmutet im Zusammenhang mit dem Smartphone. Der moderne Mann trägt Umhängetasche oder „tote bag“, der Herr liebt nach wie vor die Aktentasche oder die Mappe aus Leder. Am besten gefallen ihm handgearbeitete Modelle, wie diese Tasche aus Pferdeleder von Bernd Kreis.

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Veröffentlicht von

bernhardroetzel

Oft werde ich als "Stilpapst" bezeichnet, ich selbst sehe mich als Liebhaber der klassischen Herrenbekleidung und vielleicht auch als Experten für dieses Sujet. Seit Ende der 1990er Jahre schreibe ich professionell über dieses Thema, Bücher, Zeitschriftenartikel und im Internet. Mein bekanntestes Werk ist "Der Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode", daneben habe ich seit 1999 weitere 14 Bücher veröffentlicht. Zuletzt ist von bei h. f. ullmann mir das "Gentleman Look Book" erschienen. Im Internet bin ich bei Instagram und mit einer Seite bei FB präsent, außerdem als Autor bei Gentleman's Gazette und Parisian Gentleman.

4 Gedanken zu „12 Klassiker für den Herrn“

  1. Ist ein Smoking aus black watch Tartan „gleich gut“ wie ein schwarzer oder dunkelblauer Smoking? Oder ist es eher eine „sportlichere Alternative“?

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    1. Lieber Marcus Schramek, nur ein schwarzer oder nachtblauer Smoking ist ein Smoking so wie nur ein schwarzer Oxford ein schwarzer Oxford ist. Einen Smoking im Black-Watch-Dessin würde ich als Variation des Themas Abendanzug sehen. Im Nachlass des Duke of Windsor fanden sich mehrere Abendanzüge in unterschiedlichen Tartans, die er bei häuslichen Einladungen getragen hat. Damit will ich nicht sagen, dass man einen Black-Watch-Smoking nicht bei einem außerhäusigem Black-Tie-Event tragen sollte. Der Smoking aus Black-Watch-Stoff ist für mich einfach ein Zwischending zwischen Smoking und dunklem Anzug, wobei letzterer ja auch bei Smoking-Events gestattet ist. Um auf den Oxford zurückzukommen. Nichts kommt dem schwarzen Oxford gleich, man ist aber nicht unbedingt falsch angezogen, wenn man an seiner Stelle zum dunklen Anzug einen feinen schwarzen Schlupfschuh trägt.

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